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Halbierung der Treibhausgasemissionen durch weniger Kohlenutzung in Sachsen-Anhalt

Der Kohleausstieg ist aktuell ein vieldiskutiertes Thema. Die Kommission, welche Leitplanken für diesen ausarbeiten sollte, hat Ende Januar ihren Abschlussbericht vorgelegt. Danach soll bis spätestens 2038 die energetische Nutzung der Kohle in Deutschland ein Ende finden. Dieser Kompromiss konnte erst nach langen Diskussionen gefunden werden.

Dass es auch anders geht, zeigt das Land Sachsen-Anhalt: Hier wurde bereits 2016 mit dem Koalitionsvertrag der selbstbestimmte Ausstieg des Landes aus dem Braunkohleabbau bis 2035 festgeschrieben. Dies wird zu einer weiteren deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen des Landes führen, wobei das Land hier schon jetzt mit führend ist: Gegenüber 1990 wurden hier die energiebedingten Klimagase um fast die Hälfte reduziert, das ist der zweitbeste Wert in Deutschland und allein auf die Verringerung der Kohlenutzung zurückzuführen. Obwohl heute deutlich weniger Kohle als 1990 genutzt wird und damit gleichzeitig der Treibhausgasausstoß deutlich eingedämmt wurde, konnte die Stromerzeugung im gleichen Zeitraum fast verdreifacht wurde, das Land wandelte sich durch den ambitionierten Ausbau Erneuerbarer Energien vom Stromim- zum -exporteur. So wurde in Sachsen-Anhalt nicht nur Klimaschutz, sondern auch Wirtschaftsentwicklung betrieben.

Noch größere Erfolge bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem Primärenergieverbrauch gab es nur in Thüringen, in Sachsen ist die Entwicklung ähnlich gut wie in Sachsen-Anhalt. Hamburg stieß dagegen 2016 sogar über ein Viertel mehr CO2-Emissionen aus als noch 1990 und verzeichnete damit die schlechteste Entwicklung aller Länder.

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Weitere Informationen

Zum Datensatz hier im Portal: Entwicklung der CO2-Emissionen aus dem Primärenergieverbrauch seit 1990 

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nformationen des Umweltminsteriums Sachsen-Anhalt zum Thema Klimaschutz

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