Saarland (SL)

Mit einer Landesfläche von rund 2.600 Quadratkilometern ist das Saarland nach den Stadtstaaten das kleinste Flächenland. Traditionell steht es für Kohlebergbau und Schwerindustrie. Auch heute ist der Anteil der Steinkohle am gesamten Energieverbrauch (Primärenergie) bundesweit mit am höchsten (66,7 Prozent im Jahr 2013). Erneuerbare Energien spielen bisher mit 3 Prozent am Primärenergieverbrauch und 6,6 Prozent an am Stromverbrauch (je 2013) noch eine kleinere Rolle. Das soll sich aber ändern: Bis zum Jahr 2020 sollen die Erneuerbaren Energien 20 Prozent des Stromverbrauchs decken.

Landesinfo

Strom aus Wasserkraft wird traditionell vor allem an Flüssen mit großem Gefälle erzeugt. Kein Wunder, dass 80 Prozent der installierten Wasserkraftleistung in Bayern und Baden-Württemberg anzutreffen sind. Aber auch in den nördlichen Bundesländern gibt es Ausbaupotenzial: durch die Nutzung bestehender Querbauwerke, die Modernisierung von bestehenden Anlagen oder mittels der Reaktivierung von stillgelegten Kraftwerken.

Datensatz Einzelansicht

Stromerzeugung aus Wasserkraft (2016, in Mio. kWh)

Daten

Baden-Württemberg:

Bayern:

Berlin:

Brandenburg:

Bremen:

Hamburg:

Hessen:

Mecklenburg-Vorpommern:

Niedersachsen:

Nordrhein-Westfalen:

Rheinland-Pfalz:

Saarland: 123

SL

Sachsen: 123

Sachsen-Anhalt: 123

Schleswig-Holstein: 123

Thüringen: 123

Deutschland

BW BY B BB HB HB HH HE MV NI NRW RLP SL SN ST SH TH D
Anmerkungen:

Die Werte umfassen nur die Stromerzeugung aus Lauf- und Speicherwasser, nicht aus Pumpspeicherkraftwerken. Werte für 2016 teilweise vorläufig.

In Deutschland wurden im Jahr 2016 etwas über 20 Mrd. kWh Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Die größten Potenziale zur Wasserkraftnutzung befinden sich in den südlichen Bundesländern, da hier der Voralpenraum für ein günstiges Gefälle sorgt. So produzierten Bayern und Baden-Württemberg im Jahr 2016 über 80 Prozent des in Deutschland erzeugten Wasserkraftstroms.

Doch auch in den nördlichen Bundesländern ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Gute Möglichkeiten bieten vor allem der Ersatz, die Modernisierung oder die Reaktivierung vorhandener Anlagen. Die Berücksichtigung von Umweltanliegen ist dabei eine Voraussetzung für die Förderung durch das EEG. Es besteht ebenso Potenzial zum Neubau von Wasserkraftwerken an bestehenden Querbauwerken – auch im Norden.

Quellen: