Brandenburg (BB)

Brandenburg ist das flächenreichste Land der neuen Bundesländer. Mit 2,5 Millionen Einwohnern ist das Bundesland außerhalb der Städte meist dünn besiedelt. Die landwirtschaftliche Nutzung dominiert weite Landstriche, aber auch die große Anzahl von Naturschutzgebieten mit Flüssen und Seen, mit Wäldern und Alleen gehören zum Bild. Energiewirtschaftlich geprägt ist Brandenburg durch die Braunkohle. In der Lausitz und im Spreewald zeugen riesige Abbaufelder und künstliche Seen vom Tagebau. Erneuerbare Energien gewinnen aber zunehmend an Bedeutung: Brandenburg gehört beispielsweise zu den Bundesländern mit den meisten installierten Windanlagen. Und in den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Unternehmen aus der Umwelttechnik angesiedelt und fertigen Solarmodule oder Rotorblätter. Zum gesamten Energieverbrauch (Primärenergie) tragen Erneuerbare Energien 2013 etwa 20 Prozent bei. Bis 2030 soll dieser Anteil auf mindestens 32 Prozent steigen.

Landesinfo

Strom aus Wasserkraft wird traditionell vor allem an Flüssen mit großem Gefälle erzeugt. Kein Wunder, dass 80 Prozent der installierten Wasserkraftleistung in Bayern und Baden-Württemberg anzutreffen sind. Aber auch in den nördlichen Bundesländern gibt es Ausbaupotenzial: durch die Nutzung bestehender Querbauwerke, die Modernisierung von bestehenden Anlagen oder mittels der Reaktivierung von stillgelegten Kraftwerken.

Datensatz Einzelansicht

Stromerzeugung aus Wasserkraft (2016, in Mio. kWh)

Daten

Baden-Württemberg:

Bayern:

Berlin:

Brandenburg: 19

BB

Bremen: 19

Hamburg: 19

Hessen: 19

Mecklenburg-Vorpommern: 19

Niedersachsen: 19

Nordrhein-Westfalen: 19

Rheinland-Pfalz: 19

Saarland: 19

Sachsen: 19

Sachsen-Anhalt: 19

Schleswig-Holstein: 19

Thüringen: 19

Deutschland

BW BY B BB HB HB HH HE MV NI NRW RLP SL SN ST SH TH D
Anmerkungen:

Die Werte umfassen nur die Stromerzeugung aus Lauf- und Speicherwasser, nicht aus Pumpspeicherkraftwerken. Werte für 2016 teilweise vorläufig.

In Deutschland wurden im Jahr 2016 etwas über 20 Mrd. kWh Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Die größten Potenziale zur Wasserkraftnutzung befinden sich in den südlichen Bundesländern, da hier der Voralpenraum für ein günstiges Gefälle sorgt. So produzierten Bayern und Baden-Württemberg im Jahr 2016 über 80 Prozent des in Deutschland erzeugten Wasserkraftstroms.

Doch auch in den nördlichen Bundesländern ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Gute Möglichkeiten bieten vor allem der Ersatz, die Modernisierung oder die Reaktivierung vorhandener Anlagen. Die Berücksichtigung von Umweltanliegen ist dabei eine Voraussetzung für die Förderung durch das EEG. Es besteht ebenso Potenzial zum Neubau von Wasserkraftwerken an bestehenden Querbauwerken – auch im Norden.

Quellen: