Sachsen-Anhalt (ST)

Vom Chemie-Standort zur Umwelttechnologie: Der Strukturwandel nach der Wiedervereinigung hat in Sachsen-Anhalt zu einer deutlichen Verschiebung geführt. Die Chemie-Industrie um die Städte Leuna und Bitterfeld weicht zunehmend neuen Wirtschaftssektoren. Insbesondere die Windindustrie ist ein wichtiger Beschäftigungsbringer: Im Bundesland werden nicht nur zahlreiche Windenergieanlagen gefertigt. Bei der installierten Leistung und der Dichte der Windenergie-Anlagen liegt Sachsen-Anhalt bundesweit unter den führenden Bundesländern, was sich auch ökonomisch auszahlt. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Primärenergie) liegt bei 19,3 Prozent (2014).

Landesinfo

Im Stromsektor ist die Energiewende schon am weitesten fortgeschritten. Zwischen den verschiedenen Bundesländern gibt es jedoch noch deutliche Unterschiede. Dabei sind sich die Länder einig in den Zielen, den Anteil Erneuerbarer Energien an Ihrer Stromerzeugung zu erhöhen und den Stromverbrauch zu verringern.

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Nettostromerzeugung im Vergleich zur Bruttostromerzeugung (2015, in %)

Daten
Anmerkungen:

Die Nettostromerzeugung zeigt nur die Strommenge, die tatsächlich von den Verbrauchern genutzt werden kann oder exportiert wird. Im Vergleich zur Bruttostromerzeugung fehlen daher der Stromeigenbedarf der Kraftwerke sowie die Leitungsverluste. Das verhältnis der beiden Größen zeigt daher, wie viel der produzierten elektrizität wirklich für Endverbraucher nutzbar ist. Länder mit großen konventionellen Kraftwerken, die einen hohen Stromeeigenbedarf haben, weisen daher schlechtere Werte auf als etwa Länder mit wenigen Großkraftwerken oder vielen Erneuerbaren-Energien-Anlagen.

Quellen: