Saarland (SL)

Mit einer Landesfläche von rund 2.600 Quadratkilometern ist das Saarland nach den Stadtstaaten das kleinste Flächenland. Traditionell steht es für Kohlebergbau und Schwerindustrie. Auch heute ist der Anteil der Steinkohle am gesamten Energieverbrauch (Primärenergie) bundesweit mit am höchsten (66,7 Prozent im Jahr 2013). Erneuerbare Energien spielen bisher mit 3 Prozent am Primärenergieverbrauch und 6,6 Prozent an am Stromverbrauch (je 2013) noch eine kleinere Rolle. Das soll sich aber ändern: Bis zum Jahr 2020 sollen die Erneuerbaren Energien 20 Prozent des Stromverbrauchs decken.

Landesinfo

Besonders in den flächenreichen und landwirtschaftlich geprägten Bundesländern werden Strom, Wärme und Kraftstoffe aus Bioenergie gewonnen. Energiepflanzen wie Raps, Getreide, Zuckerrüben oder Mais werden dafür angebaut. Aber auch Reststoffe wie Gülle, Stroh und Restholz, Bioabfälle und Klärschlamm kommen zum Einsatz.

Datensatz Einzelansicht

Bandbreite des Anteils der Bioenergie am Nettostromverbrauch 2020 (2020, in %)

Daten

Baden-Württemberg:

Bayern:

Berlin:

Brandenburg:

Bremen:

Hamburg:

Hessen:

Mecklenburg-Vorpommern:

Niedersachsen:

Nordrhein-Westfalen:

Rheinland-Pfalz:

Saarland: #STRING#5-11%

SL

Sachsen: #STRING#5-11%

Sachsen-Anhalt: #STRING#5-11%

Schleswig-Holstein: #STRING#5-11%

Thüringen: #STRING#5-11%

Deutschland

BW BY B BB HB HB HH HE MV NI NRW RLP SL SN ST SH TH D
Anmerkungen:

Die auf Grundlage von Daten des DBFZ beschriebenen Bioenergie-Potenziale der Bundesländer können für unterschiedliche Zwecke erschlossen werden: Strom, Wärme und Biokraftstoffe. Wie hoch der zukünftige Beitrag der Bioenergie zur Energieversorgung ist, hängt daher vor allem davon ab, in welchen Bioenergieanlagen welche Potenziale wie effizient eingesetzt werden. Um die Bandbreite der möglichen Anteile abzubilden, wurden vier Szenarien entwickelt, die bestimmte Annahmen treffen. Die zugrunde gelegten Quellen und Rechenwege werden im AEE-Potenzialatlas "Bioenergie in den Bundesländern" detailliert beschrieben. Angegeben wird die Bandbreite der minimalen und maximalen Beiträge der Bioenergie zur Deckung des jeweiligen Energieverbrauchs, die in vier Szenarien durch das DBFZ modelliert wurden. In einem ersten Szenario wird die landeseigene Biomasse vollständig für die Stromerzeugung genutzt. Auf die Wärme- und Kraftstoffproduktion wird verzichtet. Damit wird lediglich ein maximaler Wert für den Beitrag der Bioenergie zur Stromversorgung angegeben, der sich in einem verhältnismäßig geringen Beitrag der Bioenergie zur Deckung des Endenergieverbrauchs widerspiegelt, da Strom neben Wärme und Kraftstoffen nur einen kleinen Anteil des gesamten Energieverbrauchs ausmacht. Im zweiten Szenario wird die Biomasse ausschließlich in Bioenergieanlagen eingesetzt, die Wärme erzeugen. Damit wird der maximale Beitrag zur Wärmeversorgung des jeweiligen Bundeslandes beschrieben. Im dritten Szenario wird die Biomasse schwerpunktmäßig für die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung in Bioenergieanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingesetzt. Die Nutzung von Biomasse in Biokraftstoffanlagen entfällt jedoch. Im vierten Szenario fließen jene Potenziale, die dafür technisch in Frage kommen, in die Biokraftstoffproduktion, während die übrigen Potenziale in Bioenergieanlagen mit KWK genutzt werden.

Quellen: