Baden-Württemberg (BW)

Rund 10,9 Millionen Menschen leben im Ländle. Baden-Württemberg gehört zu den wirtschaftlichen Schwergewichten: Das Pro-Kopf-Einkommen liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, die Arbeitslosenquote ist (zusammen mit Bayern) die niedrigste bundesweit. Unternehmen aus Automobilindustrie und Maschinenbau gehören zu den wichtigsten Arbeitgebern - darunter sind auch zahlreiche Zulieferer der Erneuerbaren-Energien-Branchen. Am gesamten Energieverbrauch (Primärenergie) stellen Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme 12,3 Prozent (2014).

Landesinfo

TOP 10 - Eine Auswahl wichtiger Daten und Statistiken zu Erneuerbaren Energien und der Energiewende in den Bundesländern

Datensatz Liste
  • Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2015

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    19,1

    20

    19,9

    Anmerkungen:

    Werte für 2015 vorläufig.

    Quellen:
  • Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    12,4

    12,3

    12,7

    Anmerkungen:

    Exportiert ein Bundesland mehr Strom als es importiert (Exportüberschuss) kann aufgrund der Art der statistischen Erhebung eine geringe Überschätzung seines Anteils Erneuerbarer Energien am PEV möglich sein.

    Definition:

    Der Primärenergieverbrauch ist der Verbrauch der direkt in der Natur vorkommenden Energieträger Erdöl, Stein- und Braunkohle, Erdgas, Uran sowie der erneuerbare Energiequellen. Primärenergie wird durch verschiedene Verfahren in nutzbare Energie, d.h. in Endenergie umgewandelt. Ein Beispiel ist die Erzeugung von Strom und Wärme in Holzheizkraftwerken aus dem Primärenergieträger Holz.

    Der Primärenergieverbrauch berücksichtigt auch Energieverluste bei der Umwandlung und beinhaltet ebenso den nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Mineralölverbrauch zur Kunststoffherstellung). Dadurch ist der Primärenergieverbrauch ein deutlicher Indikator sowohl für die Verursachung von Treibhausgasemissionen als auch für den Verbrauch von endlichen Ressourcen. Der Primärenergieverbrauch in den Bundesländern unterscheidet sich u.a. aufgrund der verschiedenen Industrie- und Bevölkerungsstrukturen.

    Der angezeigte Datensatz zeigt den Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch. Dieser Anteil ist besonders hoch in Bundesländern mit viel Erneuerbaren Energien und wenig Primärenergieverbrauch.

    Quellen:
  • Installierte Leistung Windenergie onshore

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2017

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    735

    1.070

    1.458

    Anmerkungen:

    Die Daten vor 2014 entstammen aus einer anderen Quelle als die aktuelleren Angaben und sind daher nicht komplett miteinander vergleichbar.
    Der Datensatz umfasst nur die Leistung der Windenergie an Land. In Nord- und Ostsee gibt es zusätzlich zu den hier dargestellten Angaben weitere (Offshore-)Windparks.


    Quellen:
  • Neu installierte Leistung Photovoltaik pro km²

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2017

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    4,7

    4

    5,8

    Quellen:
  • Installierte Leistung (el) Biogas pro km² Landwirtschaftsfläche

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    19,6

    22,6

    23,9

    Quellen:
  • Stromerzeugung aus Wasserkraft

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    4.803

    4.300

    4.850

    Anmerkungen:

    Die Werte umfassen nur die Stromerzeugung aus Lauf- und Speicherwasser, nicht aus Pumpspeicherkraftwerken. Werte für 2016 teilweise vorläufig.

    In Deutschland wurden im Jahr 2016 etwas über 20 Mrd. kWh Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Die größten Potenziale zur Wasserkraftnutzung befinden sich in den südlichen Bundesländern, da hier der Voralpenraum für ein günstiges Gefälle sorgt. So produzierten Bayern und Baden-Württemberg im Jahr 2016 über 80 Prozent des in Deutschland erzeugten Wasserkraftstroms.

    Doch auch in den nördlichen Bundesländern ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Gute Möglichkeiten bieten vor allem der Ersatz, die Modernisierung oder die Reaktivierung vorhandener Anlagen. Die Berücksichtigung von Umweltanliegen ist dabei eine Voraussetzung für die Förderung durch das EEG. Es besteht ebenso Potenzial zum Neubau von Wasserkraftwerken an bestehenden Querbauwerken – auch im Norden.

    Quellen:
  • Anzahl der durch das MAP geförderten Wärmepumpen

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2017

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    982

    1.590

    1.219

    Anmerkungen:

    Eine Wärmepumpe nutzt die natürliche Wärme in ihrer Umgebung (z.B. aus dem Erdreich, Grundwasser oder aus der Luft) und kann ein Gebäude mit Heizwärme, Kälte und Warmwasser versorgen. Effiziente Wärmepumpen werden im Marktanreizprogramm (MAP) gefördert.

    Dieser Datensatz zeigt die gesamte Anzahl der neu installierten Wärmepumpen (d.h. sowohl Erdwärme- als auch Umweltwärmepumpen), die durch das MAP gefördert wurden. Da viele Wärmepumpen auch ohne Förderung installiert werden, ist die Gesamtzahl der neuen Wärmepumpenanlagen deutlich höher.

    Quellen:
  • Fernwärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    3.144

    3.201

    3.028

    Anmerkungen:

    Fernwärme bedeutet, dass die Wärme nicht unmittelbar am Ort des Verbrauchs erzeugt wird, sondern durch ein System isolierter Rohre zum Endverbraucher geliefert wird. Das heiße Wasser, das in das Fernwärmenetz eingespeist wird, stammt aus Heizwerken oder Heizkraftwerken. Letztere gewinnen mittels Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und nutzbare Abwärme. Die meisten Anlagen werden noch mit Kohle oder Erdgas betrieben, zunehemnd werden aber Anlagen installiert, die Erneuerbare Energien wie Biomasse (z.B. Holzhackschnitzel) oder Geothermie sowie Umweltwärme nutzen. Auch große Solarthermieanlagen werden schon vereinzelt als (unterstützende) Fernwärmeerzeuger in die Versorgungsnetze integriert.

    Quellen:
  • Bruttobeschäftigung Erneuerbare Energien

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    33.540

    32.580

    32.710

    Anmerkungen:

    Rundungsbedingt kann es zu Abweichungen zwischen der Summe der Bundesländer und dem Wert für Deutschland kommen.

    Quellen:
  • CO2-Emissionen aus dem Primärenergieverbrauch pro Kopf

    Daten
    Bundesland
    Jahr
    2016

    *

    Baden-Württemberg [BW]

    6,2

    6,2

    6,3

    Quellen: