Zurück

Energiemix & CO2-Ausstoss

Quelle des Teaserbildes: int2k, Flickr. CC BY-SA.

/tl_files/aee/Auf einen Blick/Aktualisierung_jan18/EE-Anteile-Energieverbrauch_mrz17.jpg
Deutschlandweite Anteile Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch.


Weitere Informationen und Definitionen zu den Energieverbrauchsarten gibt es beim LAK Energiebilanzen: www.lak-energiebilanzen.de/

Ein detailliertes Energieflussbild für Deutschland bietet die AG Energieilanzen an: http://www.ag-energiebilanzen.de/DE/daten-und-fakten/energieflussbilder/energieflussbilder.html 

Hintergründe und Daten zum (deutschlandweiten) CO2-Ausstoss sind auf der Seite des Umweltbundesamtes zu finden: http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie

Energieverbrauch

Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch

Jeder Staat und jedes Bundesland hat einen unterschiedlichen Energiemix, also die Zusammenstellung der Energiequellen, die den eigenen Verbrauch an Strom, Wärme und Kraftstoffen abdecken. Dabei werden oft die Anteile der einzelnen Energieträger am Primärenergieverbrauch angegeben, welcher den gesamten Verbrauch der Energieträger Erdöl, Stein- und Braunkohle, Erdgas, Uran sowie der erneuerbaren Energiequellen bezeichnet. Ein Beispiel ist die Erzeugung von Strom und Wärme in Holzheizkraftwerken aus dem Primärenergieträger Holz. Der Primärenergieverbrauch berücksichtigt im Gegensatz zum Endenergieverbrauch auch Energieverluste bei der Umwandlung und beinhaltet ebenso den nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Mineralölverbrauch zur Kunststoffherstellung). Die Energieverbräuche in den Bundesländern unterscheiden sich u.a. aufgrund der verschiedenen Landesgrößen, Industrie- und Bevölkerungsstrukturen teilweise sehr deutlich.

Führend beim Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch war im Jahr 2015 das Land Mecklenburg-Vorpommern (40 Prozent), gefolgt von Thüringen (24 Prozent) und Schleswig-Holstein (23 Prozent).

Anteil Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch (ohne Strom und Fernwärme)Beim Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch (ohne Strom und Fernwärme) liegt Brandenburg an der Spitze (16,3 Prozent), wiederum gefolgt von Thüringen (14,6 Prozent) und Bayern (12,6 Prozent). Beim Endenergieverbrauch werden vom Primärenergieverbrauch die Umwandlungs- und Übertragungsverluste sowie der nicht-energetische Verbrauch abgezogen. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch umfasst aus berechnungstechnischen Gründen hier nicht die Nutzung Erneuerbarer Energien für Fernwärme und zur Stromerzeugung. Da der Endenergieverbrauch somit insbesondere die Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich erfasst, unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich vom Vergleich auf Basis des Primärenergieverbrauchs.

Führend beim Anteil der Erneuerbaren Energien an der Fernwärme war im Jahr 2016 das Land Bremen (28,5 Prozent). Es folgen Rheinland-Pfalz (25,5 Prozent), Baden-Württemberg (23 Prozent), Bayern (20,2 Prozent) und Hamburg (18,1 Prozent).

Fernwärme heißt die Versorgung von Gebäuden mit Heizung und Warmwasser über eine zentrale, entfernt liegende Wärmequelle. Die Wärme wird über Rohrleitungen an die Endkunden verteilt. Teilweise werden ganze Städte, Stadtteile oder Siedlungen so versorgt. Bei näherer Distanz zwischen Wärmeerzeugern und Verbrauchern sowie dezentralerer Wärmeproduktion spricht man auch von Nahwärme. Da hier wegen der kürzeren Übertragungswege auch niedrigere Temperaturen möglich sind, eignet sich die Nahwärme besonders gut für Erneuerbare Energien, z.B. Solarthermie, Bioenergie oder Erdwärme. Rechtlich wird zwischen Nah- und Fernwärme aber nicht unterschieden.

CO2-Ausstoß

CO2-Emissionen aus dem Primärenergieverbrauch pro KopfEines der wichtigsten Ziele der Energiewende ist, durch den geringeren Verbrauch von Energie und stärkerer Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, den Treibhausgasausstoß zu reduzieren und so aktiv Klimaschutz zu betreiben. Natürlich haben die Länder dabei ganz unterschiedliche Startvoraussetzungen. Mit Blick auf den CO2-Ausstoß pro Kopf oder auch die CO2-Intensität bei der Erwirtschaftung des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes zeigt sich jedoch deutlich, dass Länder wie Brandenburg oder das Saarland, die weiterhin stark auf Kohle setzen, aber etwa auch der Stadtstaat Bremen relativ hohe Treibhausgasemissionen verursachen. Relativ gut im Hinblick auf den Treibhausgasausstoß stehen dagegen die Stadtstaatkollegen von Bremen, Berlin und Hamburg, da. Aber auch die Flächenländer Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen weisen vergleichsweise gute Kennziffern hinsichtlich ihres CO2-Ausstoßes auf.

Zurück